Softwarefehler bei Slots kostete Millionen

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terminal-199x300Anfang Februar genügte es bei einigen Slots, lediglich eine bestimmte Tastenkombination zu drücken, und schon wurden die Geräte dazu gebracht, Gewinne auszuwerfen. Diese Information wurde schnell als „Geheimtipp“ unter unter zahlreichen Spielern im ganzen Land weitergegeben und verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Deutschlandweit wurde diese Trick in mehrere hundert Spielhallen so stark eingesetzt, dass einige von ihnen sogar in Geldnot gerieten. Anzeigen wegen Computerbetrugs haben allein in Düsseldorf Betreiber von 9 Spielhallen gestellt. Laut Angaben der Polizei beträgt hier alleine der Schaden bereits 70.000 Euro. Es finden sich auch Spielhallenketten die ihren Verlust mit 100.000 Euro oder mehr beziffern.

Der Unternehmer Gauselmann, es ist dies der Betreiber der Merkur-Spielotheken und auch ein Automatenhersteller, der alleine in der Bundesrepublik etwa 100.000 Automaten in deutschen Spielhallen aufgestellt hat, könnt durch die Aktion um bis zu 10 Millionen geschädigt worden sein., da er eventuell auch für Verluste der Kunden haften muss, die die Geräte aufgestellt haben. In einem internen Memo geht Gauselmann davon aus, dass eine Gruppe von Kriminellen die Informationen über den Fehler zeitgleich über das Netz verbreitete und so zahlreichen Nutzen zuspielte.Man spricht davon, dass die Verwendung des Software-Bugs für illegale Gewinne „perfekt geplant“ gewesen sei und es wurde in einer konzertierten Aktion ausgenutzt. Aber dafür scheint es noch keine reale Belege zu geben. Es wäre ja auch denkbar, dass die entsprechenden Informationen deshalb von zahlreiche Zockern genutzt wurde, da sie genau zu diesem Zeitpunkt an einer stärker frequentierten Stelle im Netz auftauchte.